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Maria Silvia Spolato

Foto donna


1935-2018
Aktivistin für die Rechte der Homosexuellen und der Zeitschrift FUORI in den 1970er Jahren. Sie war die erste Frau, die in Italien öffentlich zu ihrer Homosexualität stand.

Artist
Monica Pizzo

Luogo
Petrarcapark, Bolzano

Bio



Am 26. Juni 1935 in Padua geboren und am 31. Oktober 2018 in Bozen verstorben, zählte Mariasilvia Spolato zu den Vorreiterinnen der in den ‘70er Jahren aufkeimenden homosexuellen Befreiungsbewegung. In bürgerlichen Kreisen aufgewachsen, studierte sie Mathematik, lehrte dann einige Jahre an Oberschulen und danach an der Mittelschule. Am 8. März 1972 trat sie in Rom am berühmten Platz „Campo de‘ Fiori“ mit einem Transparent zur homosexuellen Befreiung an die Öffentlichkeit. Das Foto der Veranstaltung wurde am 30. März 1972 von der Zeitschrift „Panorama“ veröffentlicht. Der Auftritt von Mariasilvia war die erste öffentliche Kundgebung, bei der eine Lesbin gewollt auf sich aufmerksam machte. Die Konsequenz war allerdings, dass Mariasilvia als „nicht mehr für den Unterricht geeignet“ eingestuft wurde. In kürzester Zeit brach ihre Welt zusammen; sie verlor ihre Anstellung, ihre Freunde und ihre Familie und landete auf der Straße bzw. auf Zügen, mit denen sie quer durch Europa reiste. Im Jahre 1971 veröffentlichte sie das Gedicht PRIMA E(xtra) S(ensorial) P(erception) ERIENZA. Sie war Mitbegründerin der Zeitschrift F.U.O.R.I. und Gründerin des FLO und sie offenbarte ihre Schwierigkeit, sich vollends in die feministische Bewegung einzugliedern. Nach vielen Jahren setzte sie ihrem Nomadendasein in Bozen ein Ende. Sie hatte in ihrer Jugend bereits in Bozen gelebt und wurde hier von den Sozialdiensten aufgenommen und im Heim Villa Armonia untergebracht, wo sie friedlich verstarb.




Die Kundgebung, an der Mariasilvia teilgenommen hatte, war die erste, in der eine Lesbin auf sich aufmerksam gemacht hatte und auch Aufmerksamkeit bekam. Die Besonderheit der lesbischen Bewegung hat auch heute noch ganz eigene Facetten im Panorama der LBGTQI*-Bewegung, was durch die Distanzierung des Großteils der lesbischen Kreise von einigen überspitzten Stellungnahmen der italienischen Leitung des Vereins Arcilesbica bewiesen wird. Im Jahre 1969 veröffentlichte Mariasilvia beim Verleger Zanichelli ein Handbuch für Mengenlehre, mit Übungsmaterialien, das vermutlich für Studenten der Oberschulen gedacht war. 1971 veröffentlichte sie das Gedicht PRIMA E(xtra) S(ensorial) P(erception) ERIENZA. Genau in jenen Jahren entstand die Bewegung F.U.O.R.I.! (Homosexuelle Revolutionäre Italienische Front, die auch eine gleichnamige Zeitschrift veröffentlichte) der Mariasilvia viel Einsatz widmete. Die Bewegung war durch ausgesprochen internationales Gedankengut geprägt und eine gemischte Bewegung von Frauen und Männern, auch wenn sie schlussendlich doch eher männlich geprägt war. Mariasilvia war Gründerin des FLO (Fronte di Liberazione Omosessuale), erklärte aber auch ihre Schwierigkeiten, sich gänzlich in die feministische Bewegung einzugliedern. Im Jahre 1972 gab sie beim Verleger Samonà und Savelli den Buchband „I movimenti omosessuali di liberazione“ heraus, mit einem Beitrag von Dacia Maraini. Ein Meilenstein in der damals gerade aufkeimenden Homosexuellenbewegung.

     

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Monica Pizzo
Nasce a Bolzano nel 1967, fin dalla tenerà età mostra senso creativo e particolari doti per l’arte, il mondo artistico, culturale e letterario e una forte empatia nei confronti delle persone in difficoltà. Questa empatia porta Monica a interessarsi attivamente delle problematiche legate al mondo sociale, alle persone in difficoltà, ad intersecare il mondo dell’arte ed il sociale.
A soli 10 anni Monica Pizzo, grazie al suo spiccato senso artistico, si aggiudica il premio come “Disegno e tema dell’anno” al Teatro Gries in Bolzano assegnatole da Gianni Rodari e Italo Calvino e per l’occasione riceve in regalo un libro in cui Rodari scrive “…un futuro tra le stelle…”.
Prosegue gli studi presso l’istituto d’arte Castellini di Como con indirizzo  scultura e disegno.
La passione per il mondo del sociale Monica Pizzo si realizza nell’attività di volontariato nell’Associazione “Caritas” che, in seguito, le permetterà di lavorare con le persone disagiate e di trasmettere loro il suo amore per l’arte con strategie e strumenti diversi.
Da questo momento i due mondi, artistico e sociale, si fondono e iniziano a disegnare un percorso artistico che porterà Monica Pizzo a diventare un’artista riconosciuta e riconoscibile nel mondo dell’arte nazionale ed internazionale.
Per contattarla: emailfb

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